Nach dem Erwerb des Katholischen Schwesternhaus in Berghausen im letzten Jahr, konnte nun die Ortsgemeinde Römerberg auch das Pfarrheim in Heiligenstein erwerben.
Schon vom ehemaligen Bürgermeister Scharfenberger wurden Wege gesucht das Pfarrheim zu erhalten. Diese Bemühungen wurden von seinem Nachfolger Matthias Hoffmann und den Fraktionen im Gemeinderat weitergeführt.
Finanzmittel wurden bereitgestellt und mit der Kirchengemeinde die gemeinsame Nutzung schriftlich vereinbart.
Darüber hinaus waren auch Genehmigungen durch verschiedene Behörden notwendig.
Diese legten fest, dass das Pfarrheim zeitlich hauptsächlich für die Nachmittagsbetreuung der Grundschüler zu nutzen ist.
Nachdem 2025 die letzte Genehmigung einging, war der Weg frei für den Eigentümerwechsel.
Notariell wurde dies am 22.12.2025 besiegelt.
Der Eigentümerwechsel tritt zu 01.01.2026 in Kraft.
Die Bücherei (KÖB) bleibt auch erhalten. Direkt davor kann nun die Bücherzelle des Kunst- und Kulturvereins aufgestellt werden.
Hier die Stellungnahme der Kath. Pfarrei Hlg. Hildegard von Bingen, Dudenhofen:
Verkauf des Pfarrheims Heiligenstein
– ein Schritt mit Blick nach vorne
Zum 1. Januar 2026 geht das Pfarrheim Heiligenstein in den Besitz der Ortsgemeinde Römerberg über. Nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen konnten sich Pfarrei und Ortsgemeinde auf eine Lösung verständigen, die für beide Seiten gute und tragfähige Perspektiven eröffnet.
Warum dieser Schritt notwendig war ?
Die Entscheidung zum Verkauf ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch Teil eines größeren Prozesses, den viele Pfarreien derzeit gehen müssen.
Das Bistum gibt verbindliche Vorgaben zur Reduzierung von Pfarrheimflächen, um die kirchlichen Strukturen langfristig finanzierbar zu halten. Gleichzeitig erleben wir auch vor Ort, dass die Zahl der Veranstaltungen und Nutzungen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist. Hinzu kommen steigende Unterhaltskosten und notwendige Sparmaßnahmen.
Vor diesem Hintergrund war es wichtig, verantwortungsvoll mit den uns anvertrauten Ressourcen umzugehen und unsere Pfarrei zukunftsfest aufzustellen – auch mit Blick auf weniger werdende finanzielle und personelle Mittel.
Gute Lösung für beide Seiten
Umso mehr freuen wir uns, dass mit der Ortsgemeinde eine konstruktive und partnerschaftliche Lösung gefunden wurde. Die Ortsgemeinde wird das Pfarrheim künftig für die Nachmittagsbetreuung der Grundschule nutzen. Damit bleibt das Gebäude ein lebendiger Ort für Kinder und Familien und weiterhin fest im Dorf verankert.
Gleichzeitig konnte in den Verhandlungen sichergestellt werden, dass die Pfarrei weiterhin wichtige Räume nutzen kann:
Die Pfarrei darf das Pfarrheim für 50 Jahre mietfrei nutzen, und zwar in einem Umfang von 30 % der gesamten Nutzungszeit.
Die Jugendräume im Keller stehen der Pfarrei exklusiv zur Verfügung – ein wichtiges Signal für die Jugendarbeit.
Die Bücherei (KÖB) bleibt erhalten und kann weiterhin ein Ort der Begegnung, Bildung und Gemeinschaft sein.
Mit Zuversicht in die Zukunft
Diese Vereinbarung zeigt, dass kirchliches Leben auch unter veränderten Rahmenbedingungen möglich bleibt – anders organisiert, aber weiterhin präsent und wirksam. Der Verkauf des Pfarrheims ist kein Abschied von der Gemeinde vor Ort, sondern ein Schritt, um mit weniger Ressourcen weiterhin gut arbeiten zu können.
Wir danken allen, die diesen Prozess begleitet haben, für ihre Offenheit, ihr Verständnis und ihr Engagement. Und wir freuen uns über das gute Ergebnis der Verhandlungen, das zeigt: Wenn Kirche und Kommune gemeinsam denken, entstehen Lösungen, die tragen.